Der Postmaster ist der zentrale Prozess innerhalb einer Datenbankinstanz. PostgreSQL zu starten bedeutet, dass der Postmaster gestartet wird. In diesem Schritt wird der gesamte der Datenbank zustehende Shared Memory alloziert, um sicherzustellen, dass es im laufenden Betrieb möglichst zu keinem Speicherengpass kommt. Der Postmaster ist sozusagen der Vater aller Prozesse und übernimmt wichtige Aufgaben wie das Erzeugen neuer Datenbankverbindungen und dergleichen.
Auf UNIX-Systemen geht das Erstellen neuer Verbindungen relativ einfach von Statten: Wenn ein entsprechender Request die Datenbank erreicht, ruft das System einfach fork() auf und klont sich auf diese Weise. fork() ist auf den allermeisten UNIX-Systemen sehr effizient und ermöglicht das schnelle Erzeugen von zahlreichen Prozessen. Ein weiterer Vorteil von fork() gegenüber Threads ist, dass eine fork()-basierte Architektur sehr robust ist - sollte sich also eine Datenbankverbindung aus irgendwelchen Gründen verabschieden (etwa durch ein kill oder dergleichen), hat das keinen Einfluss auf das System.
Unter Windows ist die Situation etwas komplexer, da Windows kein passendes Kommando zum Klonen eines Prozesses zur Verfügung stellt. Aus diesem Grund werden einfach entsprechende Statusparameter an den zu erstellenden Prozess übergeben.